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Neues aus dem Sprachenzentrum der Humboldt-Universität zu Berlin

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Virtuelle Hilfen beim Spracherwerb: sprachbasar.de

16. August 2013, von admin · Keine Kommentare

Bei Studierenden, die jedes Jahr einen Sprachkurs absolvieren, stapeln sich mit der Zeit die Sprachlehrbücher und leert sich in der Regel in gleichem Maße die Geldbörse oder das Konto. Zumindest, bei den Studierenden, die ihre Bücher nicht aus der Bibliothek beziehen und hoffen, dass sie es bis zur Prüfungszeit behalten können oder die die Lehrwerke nicht kopieren.

sprachbasar.de

sprachbasar.de

Wenn jetzt eine erlernte Sprache aktiv genutzt wird, geht sie den Sprechenden bald in Fleisch und Blut über. Die ehemals so hilfreichen Bücher sehen vielleicht im Regal schön aus, sind aber in der Realität schwere Staubfänger und bei einem Umzug ordentlich Ballast. Spätestens jetzt bietet es sich an, Platz zu schaffen, das Leben leichter zu machen und die nicht mehr benötigten Bücher in liquide Mittel oder andere schöne Dinge umzuwandeln. Das Buch auf Ebay einzustellen, bedeutet Arbeit und im schlimmsten Fall nur überraschend wenig Schotter. Bei momox.de ist im Vornherein bekannt, was am Ende rauskommt. Die Spannweite reicht von einigen Cent bis zu mehreren Euro pro Buch, allerdings sind mindestens zehn Bücher nötig, um am Momox-Programm teilnehmen zu können. Hier kann sprachbasar.de helfen.

Das Online-Angebot sprachbasar.de wurde von den Studierenden Björn Lorenz und Jan Koßmann initiiert. Mindestens einer der beiden hat schon mehrere Sprachkurse absolviert, für die er sich Bücher im dreistelligen Euro-Bereich anschaffte und die nun daheim ein Schattendasein fristen. Der Sprachbasar ist ein Onlinemarktplatz, dessen Angebote sich nach Sprachinstitut und Sprache filtern lassen. Wer beispielsweise an der HU einen Anfängerkurs Spanisch belegen möchte, gibt im Filter »HU -> Spanisch -> A1« ein und erhält sofort alle verfügbaren Angebote, ohne sich um Buchtitel oder AutorInnen kümmern zu müssen. Sprachbasar.de ist eine reine Vermittlerplattform, die KäuferInnen und VerkäuferInnen zusammenbringt. Transaktionen lassen sich über die Anwendung nicht abwickeln.

Aktuell befindet sich das Angebot noch in einem frühen Entwicklungszustand und ist auf die HU beschränkt, was dem Prüfungsstress der Urheber geschuldet ist. Lediglich das Einstellen und Suchen von Büchern funktioniert. In der nächsten Zeit soll sich das jedoch ändern. Die Datenbank und die Filter sollen funktionieren, so dass der Sprachbasar Angebote für mehrere Sprachlerninstitutionen beinhalten kann. Björn und Jan möchten die Seite soweit weiterentwickeln, das BesucherInnen alles anbieten und erwerben können, was mit Sprachen zu tun hat. Dazu zählen neben Lehrbüchern auch Angebote von Sprachschulen, weiterführende Literatur und fremdsprachliche Belletristik. Auch eine Tandempartnerbörse ist geplant.

Wir drücken die Daumen und hoffen, dass der Sprachbasar zu einem rege genutzten Online-Angebot wird. Vielleicht gibt es ja nicht nur Sprachlehrbuch gegen Cash sondern auch gegen eine Ananas, ein Tütchen Marzipan, eine Kinokarte, ein anderes Sprachlehrbuch, …

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Tags: Dies und das · Selbstlernen